Wussten Sie schon...?

Preiswerter Strom sorgt für niedrigere Nebenkosten

Jeder Haushalt hat das Recht, selbst zu entscheiden, von wem er seinen Strom beziehen möchte. Ein fundierter Vergleich anhand des durchschnittlichen Jahresverbrauchs hilft dabei, einen passenden Anbieter zu finden.

Seit einigen Jahren sind Verbraucher nicht mehr auf einen städtischen oder regionalen Versorger angewiesen. Preiswerter Strom kann von jedem beliebigen Stromanbieter bezogen werden.

Zum Ende der Vertragslaufzeit kann man jederzeit einen Wechsel vornehmen, bei Preiserhöhungen im Rahmen des Sonderkündigungsrechts sogar sofort. In diesem Fall sollte man umgehend eine Kündigung verfassen und diese per Einschreiben an den derzeitigen Stromversorger schicken. Ansonsten wird die Kündigung nach Unterzeichnung des Vertrags vom neuen Anbieter vorgenommen. Kurz darauf informiert dieser den Kunden, zu welchem Zeitpunkt der Wechsel durchgeführt werden kann. Bis dahin können wenige Wochen, aber auch mehrere Monate vergehen, je nachdem, welche Laufzeit mit dem derzeitigen Energieversorger vereinbart wurde.

Ehe man sich zu einem Wechsel entschließt, sollte man die Konditionen des künftigen Anbieters aber genau prüfen. Zum Teil sind günstige Verbrauchspreise mit der Abnahme bestimmter Mindestmengen verbunden. Diese muss man auch bezahlen, wenn man deutlich weniger Strom benötigt. Ähnlich verhält es sich mit Prepaid-Angeboten, bei denen das Strompaket im Voraus bezahlt wird. Rückerstattungen sind hier meist nicht vorgesehen und die Kosten für einen eventuellen Mehrverbrauch sind in vielen Fällen verhältnismäßig hoch. Solche Tarife eignen sich daher in erster Linie für Haushalte, deren Strombedarf keinen oder nur sehr geringen Schwankungen unterworfen ist, ansonsten sind klassische Beträge mit monatlichem Abschlag und jährlicher Stromabrechnung auf lange Sicht meist günstiger.

Zu hohe Energiekosten sind aber nicht der einzige Grund, aus denen Verbraucher einen Anbieterwechsel anstreben. Viele möchten auch auf Ökostrom umsteigen, der ausschließlich aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Wasserkraft gewonnen wird. Hier gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede, zum einen im Preis, zum anderen in der Art der Energiegewinnung. Einige Unternehmen bieten ihren Ökostrom über den Kauf von Zertifikaten an, andere investieren selbst in den Bau neuer Anlagen. Wer auf letzteres Wert legt, kann sich an diversen Gütesiegeln orientieren, bei denen zum Teil sehr strenge Voraussetzungen zu erfüllen sind.

20.07.2010